Über Ursachen und Bekämpfung der Ölpest im Golf von Mexiko

Posted by toma on 29 Jun 2010 | Tagged as: Veranstaltungen

Am Donnerstag, dem 17. Juni 2010, fanden rund 15 Interessierte den Weg in den Havana Club. Drei Freiberger Professoren referierten im Wissenschaftscafé “”Die größte Ölkatastrophe aller Zeiten?” über Ursachen und Möglichkeiten zur Bekämpfung der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko.

Dass es sich tatsächlich um die mengenmäßig größte Ölkatastrophe aller Zeiten handelt, wie der Titel der Veranstaltung andeutet, klärte zu Beginn Moderator Thomas Muschalle, indem er die Zahlen vergangener Havarien mit denen vom Golf in Mexiko verglich.

Der erste eigentliche Referent Prof. Matthias Reich ist Tiefbohrtechniker an der TU Bergakademie Freiberg. Zuvor hatte er 16 Jahre als Entwicklungsingenieur für das Erdöl-Service-Unternehmen Baker Hughes in Zelle gearbeitet. Er ist ein versierter Zeichner und stellt technische Sachverhalte erfrischend unkompliziert dar  (s. auch: “Auf Jagd im Untergrund. Mit Hightech auf der Suche nach Öl, Gas und Erdwärme. Ein Buch von Matthias Reich“).  Ohne Beamer und Powerpoint, wie sich das für einen wünschenswerten Einstiegsvortrag im Wissenschaftscafé gehört, skizzierte er die Ölplattform und den Hergang des Unglücks mit Faserstiften an eine Schreibtafel.

Die Ursache der Erdgas-Explosion am 20. April, in deren Folge elf Menschen starben und die Bohrinsel im Meer versank, wobei sie das Steigrohr zur Ölförderung mitriss und zertrümmerte, ist ein mangelhaftes oder ungenügendes Verschließen der kilometerlangen Probebohrung am Grund des Ozeans. Seitdem strömt Öl in großen Mengen an mehreren Stellen aus. Der Versuch, schwere Bohrspülung in das Bohrloch zu pressen musste scheitern, da sich die Flüssigkeit den kürzesten Weg durch das geborstene Steigrohr suchte, das am Meeresgrund liegt.

BP hatte die Probebohrung bei Transocean, der Betreiberfirma der Ölplattform, in Auftrag gegeben. Öl wurde zu diesem Zeitpunkt also überhaupt noch nicht gefördert. Mehrere Betonstopfen hätten das Bohrloch nach erfolgreicher Erkundung verschließen müssen, doch es funktionierte nicht. Die Techniker bemerkten allerdings ein Ansteigen des Gasdrucks. Ob menschliches Versagen jedoch als Ursache des Unglücks gelten kann, ist derzeit noch umstritten (s. dazu taz.de: Untersuchungen zur Ölpest).

Prof. Dr. Mohammed Amro arbeitet am gleichen Institut wie Matthias Reich. Er forscht unter anderem an Mitteln, die Rohöl fließfähiger machen sollen, um es leichter oder überhaupt fördern zu können. Von ihm lernten die Besucher des Wissenschaftscafés, dass es drei Phasen der Ausbeutung einer Öl-Lagerstätte gibt. In der ersten Phase sprudelt buchstäblich das Öl aus der Quelle. Der Mensch muss es nur auffangen und abtransportieren. In Phase zwei beginnt der Fluss zu stocken und der Mensch muss mit Pumpen nachhelfen. Phase drei ist das Spezialgebiet für den Professor: Wie bekomme ich die nach Phase 1 und 2 verbliebenen 70 % einer Lagerstätte heraus?

Prof. Amro wusste anhand zahlreicher mitgebrachter Fotos aus der Praxis zu berichten. So war er persönlich bei einer Ölkatastrophe im persischen Golf anwesend. Auch hatte er Proben von Rohöl dabei und erzählte von den stark unterschiedlichen Eigenschaften, etwa den variierenden Farben von hellbraun bis schwarz, des fossilen Energieträgers.

Den Abschluss des Vortragsteils bildete ein Kurzreferat von Prof. Michael Schlömann, TU Bergakademie Freiberg. Der Mikrobiologe gab einen Ausblick auf die zu erwartende Dauer der Ölpest. Die verschiedenen Mikroorganismen haben sich in den immensen Zeiträumen der Evolution auf der Erde auf jedwede Form der Energiegewinnung spezialisiert. So gibt es auch für die einzelnen Bestandteile des Erdöls Abbauspezialisten. Und: Diese Organismen sind überall verfügbar. Sie müssen nicht durch menschliche Eingriffe vermehrt und angesetzt werden. Für den Abbaufortschritt entscheidend ist, dass die Bakterien an den bevorzugten Stoff auch herankommen. Grobe Ölklumpen sind ungleich schwerer abbaubar als Öltröpfchen. Der Fachmann spricht von Bioverfügbarkeit. Der Begriff beschreibt, wie gut Bakterien an eine Stoffmenge herankommen um diese in chemischen Reaktionen zu verarbeiten, für sich zu nutzen und umzuwandeln.

Bericht und Fotos: Torsten Mayer

Links:

Wissenschaftscafé am 17. Juni: “Das größte Ölunglück aller Zeiten?”

Posted by toma on 11 Jun 2010 | Tagged as: Veranstaltungen

Am 20. April 2010 kam es auf Ölbohrplattform “Deepwater Horizon” im Golf von Mexiko zu einer Explosion, bei der elf Menschen starben und in deren Folge die Plattform zwei Tage später sank. Bis heute strömt aus dem Bohrloch Öl ins Meer und gefährdet das Leben der reichen Tier- und Pflanzenwelt.

Das Freiberger Wissenschaftscafé stellt am 17. Juni 2010 ab 19:30 Uhr im Havana Club, Meißner Gasse 20, die Frage, ob es überhaupt jemals eine größere Ölkatastrophe gab.

Drei Professoren der TU Bergakademie Freiberg bringen ihr Fachwissen in die Diskussion mit den Gästen des Wissenschaftscafés ein: Prof. Matthias Reich, Experte für Tiefbohrtechnik, Prof. Mohammed Amro, Geoströmungs-, Förder- und Speichertechnik-Experte und Prof. Michael Schlömann, Umweltmikrobiologe.

Den einleitenden Kurzvortrag hält Prof. Reich. Er ist seit 2006 Professor für Bohrtechnik, Spezialtiefbauausrüstungen und Bergbaumaschinen an der TU Bergakademie. In zahlreichen Medien-Interviews hat er in jüngster Vergangenheit wichtige Einschätzungen und Erläuterungen zum Ölunglück im Golf von Mexiko abgegeben.

Das süchtige Gehirn: Freiberger Wissenschaftscafé am 15. April

Posted by toma on 10 Mrz 2010 | Tagged as: Veranstaltungen

Das nächste Freiberger Wissenschaftscafé findet statt am Donnerstag, 15. April 2010. Beginn ist 19:30 Uhr, Ort: Havana Club, Meißner Gasse, Freiberg.


Poster Das süchtige Gehirn. 15. April 2010

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Über 90% aller Erwachsenen in Deutschland trinken laut einer Erhebung von 2004 zumindest gelegentlich Alkohol. Etwa 30% aller Erwachsenen rauchen. Alkohol und Nikotin sind für viele beim Feiern und auf Partys unverzichtbar. Die Genussmittel haben eine enthemmende Wirkung und können  die Stimmung heben. Die meisten Menschen haben Zeit ihres Lebens auch kein Problem damit. Aber ab wann wird aus dem gelegentlichen Konsum eine Sucht? Wie entsteht Sucht und warum sind manche Menschen dafür anfälliger als andere? Warum verträgt jemand viel Alkohol und ein anderer wenig? Was passiert im Gehirn eines Betrunkenen und welche Auswirkungen auf sein Verhalten lassen sich nachweisen?

Professor Michael Smolka vom Neuroimaging Centre der TU Dresden und sein Team beschäftigen sich mit dem Einfluss dieser alltäglichen Drogen auf das menschliche Gehirn und werden am Donnerstag, dem 15. April um 19:30 im Havana Club Freiberg, Meißner Gasse 20, Einblicke in ihre Forschungsarbeit geben und den Besuchern im Anschluss als Gesprächspartner zur Verfügung stehen. Der Eintritt ist frei.

Foto-Impressionen: Genetik und Epigenetik, 26. November 2009

Posted by toma on 27 Nov 2009 | Tagged as: Veranstaltungen


Epigenetik Besucher

30 Besucher hörten den Vortrag und führten
angeregte Diskussionen im Havana Club. (Anklicken für Großbild.)

Epigenetik_Referent

Der Referent Christian Lange nahm sich viel Zeit für die Fragen der Besucher des Wissenschaftscafés. (Anklicken für Großbild.)

Fotos: Christian Möls

1% Mensch, 99% Schimpanse. Von Genetik und Epigenetik.

Posted by toma on 08 Nov 2009 | Tagged as: Veranstaltungen

Genetisch stimmt der Mensch zu 99 % mit dem Schimpansen überein. Wie ist das möglich bei so offensichtlichen Unterschieden zwischen beiden Spezies? Der neue Forschungszweig Epigenetik hält Antworten bereit.

Freiberger Wissenschaftscafé am 26. November 2009, Beginn 19:30 Uhr, Ort: Havana Club, Meißner Gasse 20, Eintritt frei.

Die Epigenetik ist ein neuer Zweig der Biologie. Neben dem Genom, der Sequenz der DNA, aber in engster Verbindung mit diesem, existiert eine zweite Ebene der Information für den Bauplan des Lebens. Die Epigenetik untersucht Genfunktionen, die nicht in der DNA-Sequenz festgelegt sind. Epigenetische Programmierungen sind in der Lage, ganze Chromosomen an- und abzuschalten.
Christian Lange, Doktorand am Max Planck Institut für Molekulare Zellbiologie und Genetik in Dresden, beschäftigt er sich mit den zellbiologischen Grundlagen der Neuronenbildung (Nervenzellen).  Während der Embryonalentwicklung folgt auf eine Phase der Vermehrung von Stammzellen – quasi der “Mutterzellen” im Körper – die Produktion spezifisch angepasster Körperzellen, etwa Nervenzellen, Haut- und Muskelzellen. Es ist möglich, die Wachstumsphasen zu verlängern oder zu verkürzen, um daraus Erkenntnisse für epigenetische Funktionsweisen zu gewinnen.

Stammzellen sind für die epigenetische Forschung von großer Bedeutung. Aus ihnen kann sich eine Knochenzelle als auch eine Muskelzelle entwickeln. Die Entwicklung von einer wandlungsfähigen Stammzelle zu einer ‘festgelegten’ Körperzelle ist ein epigenetisch gesteuerter Prozess.

Mittels vier Proteinen vermag man seit neuestem eine beliebige Körperzelle auf ihren Urzustand, also in eine Stammzelle, zu reprogrammieren. Dadurch sind IPS – induzierte pluripotente – Zellen enstanden, die die Fähigkeit zurückgewonnen haben, sich in jede Körperzelle zu entwickeln. Ein ungeheurer Durchbruch für die Forschung aber auch für die Medizin.
Weblink

Literatur

  • Bernhard Kegel: Epigenetik. Wie Erfahrungen vererbt werden. Dumont. Köln: 2009.

Zukünftige Energieversorgung: Wissenschaftscafé am 25. Juni 2009

Posted by toma on 26 Jun 2009 | Tagged as: Veranstaltungen

Raumimpression

Etwa 15 Besucher diskutierten am Donnerstag, dem 25. Juni, im Freiberger Wissenschaftcafé gemeinsam das Thema “Wird Freiberg nach dem Erdöl noch genügend Energie haben?”. Die Diskussionspartner und Referenten Dr. Holger Neuhaus von der SolarWorld Innovations GmbH, der zentralen Forschungs- und Entwicklungsgesellschaft der SolarWorld AG, Erik Ferchau von der TU Bergakademie Freiberg und Lothar Eckhardt von der Agrargenossenschaft “Bergland” Clausnitz e.G. sind davon überzeugt, dass alternative Energie-Technologien nicht erst in 50, sondern bereits in wenigen Jahren die Unabhängigkeit vom Erdöl ermöglichen. Ökostrom aus Windenergie ist laut dem Land- und Energiewirt Eckhardt bereits heute wirtschaftlich rentabel. Bei Strom aus Fotovoltaik-Anlagen dürfte es laut Dr. Neuhaus in drei Jahren soweit sein.
Wird Freiberg in Zukunft genügend Energie haben? ist also keine Frage technologischer Möglichkeiten, sondern eine Frage der gesellschaftlichen Entwicklung und der diesen Prozess begleitenden und steuernden politischen Weichenstellung, lautet das Resümé der einleitenden Vorträge.

Lothar Eckhardt
Lothar Eckhardt

Erik Ferchau
Erik Ferchau

Dr. Holger Neuhaus
Dr. Holger Neuhaus

Eine wichtige Voraussetzung für die regenerative Energiezukunft ist die Dezentralisierung der Energieversorgung. Wird dieser schwierige Umstellungsprozess gelingen? Was ist mit der Rohstoff-Frage? Denn aus Erdöl wird nicht nur Energie gewonnen, sondern auch ein Großteil unserer Alltagsprodukte hergestellt. Und schließlich: Können regenerative Energien den Bedarf der Großabnehmer aus der Industrie decken? Werden die Energie- und Rohstoffknappheit zur Dezentralisierung von Großunternehmen führen?
Bewegende Fragen, die in drei Diskussionsrunden im Kellergewölbe des Havana Clubs auf der Meißner Gasse in über zwei Stunden besprochen wurden.

Einige der behandelten Themen und Lösungsansätze lauten:

  • Produktdesign ‘von der Wiege bis zur Bahre’ – 100-prozentige Wiederverwertbarkeit der Rohstoffe in neuen Produkten
  • Mehr Fermenter (Anlagen zur Aufbereitung von Biomasse, Herstellung von Biogas aus Pflanzen, Pflanzenresten und vor allem Gülle) für die Landwirtschaft – jeder Bauer sollte diese Engergiequelle anzapfen. Nationen, die dies seit Jahrhunderten praktizieren, sind Indien und China
  • Förderung der Biomasse-Technologien – das Potential ausschöpfen, und nicht zugunsten der einseitigen Förderung von Fotovoltaik verschenken! Rückführung der Nährstoffe (Phosphor, Kali etc. – ein Abfallprodukt bei der Biogasgewinnung aus Biomassen) in die Böden, um deren Fruchtbarkeit zu erhalten.

Literatur-Empfehlung: Energie Pflanzen (Fachzeitschrift)

Vererbt oder erworben? – Das Thema Intelligenz im Freiberger Wissenschaftscafé

Posted by toma on 17 Apr 2009 | Tagged as: Veranstaltungen

Arten der Intelligenz
Arten der Intelligenz
Link-Tipp: Begriffsdefinitionen

“Wird Intelligenz vererbt?” – am 16. April 2009 widmeten sich 30 Teilnehmer des Freiberger Wissenschaftscafés dieser Frage.  In einem einleitenden Vortrag führte  Prof. Dr.  Brocke, Psychologe an der TU Dresden, in das Arbeitsfeld eines Intelligenzforschers ein. Die Besucher erhielten Einblicke in das  ‘Handwerkszeug’ dieses Wissenschaftszweiges.

Diskussionsgruppe mit Prof. Brocke (Dritter von links)
Diskussionsgruppe mit Prof. Brocke (Dritter von links)

Anschließend wurde zunächst in mehreren Einzelgruppen und abschließend in einer Gesamtrunde mit Prof. Brocke diskutiert. Eine der am meisten besprochenen Fragen lautete, welcher Anteil einer spezifischen Intelligenz ererbt ist (man spricht in diesem Zusammenhang von der fluiden Intelligenz) und wie groß dagegen der Anteil der erworbenen (kristallisierten) Intelligenz ist.

Eine verblüffende Methode zur Feststellung von erblicher Intelligenz besteht darin, Intelligenztests mit eineiigen Zwillinge, die seit frühester Kindheit getrennt aufgewachsen sind, durchzuführen.

Was ist Ihre Meinung zum Thema? Welche Fragen möchten Sie mit anderen diskutieren? – Nutzen Sie die Möglichkeiten dieses Weblogs, und beteiligen Sie sich an der Diskussion, indem Sie einen Kommentar verfassen!

Wird Intelligenz vererbt?

Posted by toma on 20 Jan 2009 | Tagged as: Veranstaltungen

Am Donnerstag, dem 16. April 2009, heißt es wieder: Das Freiberger Wissenschaftscafé lädt ein zu Vortrag und Diskussion! Wer sich für folgende Fragen interessiert, der komme um 19 Uhr in den Havana Club, Meißner Gasse 20:

Was ist Intelligenz und wie misst man sie?
Welche Arten der Intelligenz unterscheidet man heute?
Inwieweit hängt Intelligenz von den Erbanlagen ab? Haben intelligente Eltern automatisch auch intelligente Kinder und welche Faktoren beeinflussen die Intelligenz noch und kann man Intelligenz trainieren?

Referent und Gesprächspartner ist Prof. Dr. Burkhard Brocke von der Technischen Universität Dresden. Er ist der Direktor des Instituts für Klinische, Diagnostische und Differentielle Psychologie sowie Leiter der AG Neurobiologische Persönlichkeitsforschung und Neurogenetik.


Vorschaubild Poster: Wird Intelligenz vererbt?
Intelligenz, so Brocke, sagt vor allem etwas darüber aus, wie erfolgreich eine Person Probleme bewältigt. Wie schnell und korrekt sie dabei Sachverhalte versteht und beurteilt. Intelligenztests messen, wie gut diese Fähigkeit beim Einzelnen im Verhältnis zu einer statistischen durchschnittlichen Intelligenz entwickelt ist.  Die Wissenschaftler unterscheiden dabei nach verschiedenen Arten wie beispielsweise akademischer, praktischer und sozialer Intelligenz.

Der Eintritt ist frei.

Der Diamantenmacher im Wissenschaftscafé

Posted by toma on 09 Nov 2008 | Tagged as: Veranstaltungen

Am 24. Oktober 2008 besuchte Prof. Heiner Vollstädt Freiberg, um im Wissenschaftscafé zum Thema Diamanten zu sprechen.

Über 20 Gäste waren gekommen, um den durch zahlreiche Publikationen bekannten Mineralogen live zu erleben. Dessen reich bebilderter Vortrag enthielt eine Fülle am Wissenswertem. So beispielsweise, dass der Diamant über die höchste Wärmeleitfähgkeit verfügt, dass die weltbesten Brilliant-Schleifer in Indien leben, dass der rote Diamant der seltenste und wertvollste ist und dass aus einem Rohdiamanten von 1 Karat über 50 Brillianten gewonnen werden können.

Der Referent gründete 1993 ein Unternehmen, das eine breite Palette von Dienstleistungen rund um Diamanten bietet. Diesem Umstand ist es zu verdanken, dass der Besuch des Wissenschaftscafé dank zahlreicher von Prof. Vollstädt mitgebrachten Anschauungsobjekten, vom Rohdiamanten über pulverförmige Kunstdiamanten bis hin zur Brilliantring-Kollektion in der Schmuckschatulle,  auch zum sinnlichen Erlebnis wurde.

Prof. Vollstädt referiert im Havana ClubProf. Vollstädt referiert im Havana ClubProf. Vollstädt referiert im Havana Club

Bericht: Torsten Mayer
Fotos: Christian Möls

Der Diamant – Das wertvollste Mineral der Welt?

Posted by toma on 19 Okt 2008 | Tagged as: Veranstaltungen


Der Diamant - Das wertvollste Mineral der Welt?

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Am Freitag, dem 24. Oktober 2008, findet das Freiberger Wissenschaftscafé erstmals im Havana Club, Meißner Gasse 20, statt. Vortrag und Diskussion zum Thema »Der Diamant – das wertvollste Mineral der Welt?« beginnen um 19 Uhr.

Unser Referent ist der Mineraloge Prof. Heiner Vollstädt. Er studierte zwischen 1957 und 1962 an der Humboldt-Universität Berlin und war danach 30 Jahre lang in der  Hochdruckforschung an der Akademie der Wissenschaften der DDR tätig. 1980 übernahm er einen Lehrstuhl für Mineralogie. Seit 1993 ist er Geschäftsführer der Vollstädt-Diamant GmbH. Seine Firma entwickelt und produziert Spezialgeräte zur Qualitätskontrolle und  Sortierung von Industriediamanten.  Darüber hinaus vertreibt sie spezielle Diamant- und CBN-Werkzeuge und züchtet hochreine Diamant-Monokristalle.

Prof. Vollstädt hat ca. 200 Fachpublikationen, darunter 10 wissenschaftliche und  populärwissenschaftliche Bücher, veröffentlicht. Bekannt sind besonders die Bücher “Einheimische Minerale” und  “Einheimische  Edelsteine”.

Mit diesem Thema reiht sich das Freiberger Wissenschaftscafé thematisch in die Eröffnungstage von terra mineralia ein, anlässlich derer in Schloss Freudenstein zahlreiche öffentliche Fachvorträge zu hören sein werden.

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